Es menschelte offenbar bei diesem Petrus. Jesus wies ihn schroff zurück, bezeichnete ihn sogar als Satan, weil er nicht im Sinne hatte, was Gott will (Markus 8,32-33).
Es menschelte nicht nur bei ihm! Es menschelte bei seinen Nachfolgern und es menschelt bis heute.

Kirche spricht gerne davon, dass das was Mehrheiten wollen, dem Zeitgeist geschuldet und nicht Gottes Wille sei. Dabei täuscht sie oft darüber hinweg, dass das, was von ihr so felsenfest verteidigt wird, häufig auch weniger mit Gottes Wille als mit Machtbastionen zu tun hat, die man nicht geschmälert wissen will.
Wenn eingewandt wird, Frauen, die Priesterinnen werden wollen, gehe es nicht um den Dienst, sondern sie strebten nur nach Macht, ist das verräterisch. Da sprechen dann offenbar Männer, die Macht nicht teilen möchten. Sie würden von Jesus heute wohl genauso zurückgewiesen werden wie damals Simon Petrus.