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Marieluise Gallinat-Schneider

Gemeindereferentin in Bruchsal

Messerklärung

In den Jahren 2005-2014 wurden in der Seelsorgeeinheit St. Peter in Bruchsal regelmäßig solche Gottesdienste mit Katechesen im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung angeboten. Die Ausarbeitung wurde teilweise in den letzten Jahren noch überarbeitet für die Weg-Gottesdienste von St. Vinzenz in Bruchsal.

Beginn des Gottesdienstes

Wenn wir in die Kirche hereinkommen, nehmen wir Weihwasser. Dabei erinnern wir uns an unsere Taufe. Wir sind getauft "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen". Damit gehören wir zu Christus, wir sind Christen.

Die Kinder versammeln sich dann im Kreis um den Altar. Zwei Schälchen mit Weihwasser sind vorbereitet.

Zunächst üben wir mit den Kindern das Kreuzzeichen:

Das Kreuzzeichen verbindet
das Oben = meine Stirn = meine Gedanken
das Unten = meinen Bauch = meine Gefühle
das Linke = die linke Seite wo unser Herz seinen Sitz hat
das Rechte = die rechte Seite, mit der wir Gutes tun (rechte Hand…)
und führt es zur Herzmitte zusammen.

Wir sagen:

Im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes, Amen

Dann reichen die Katechet:innen jedem Kind einzeln ein Weihwasserschälchen, die Kinder tunken die rechte Hand hinein und sagen: "Ich bin getauft im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen." Dabei machen sie das Kreuzzeichen.

Schuldbekenntnis

Die Kinder erhalten beim Reinkommen einen Stein. Vor dem Altar liegt ein Tuch, auf dem Smilies liegen.

Zumeist wird im Gottesdienst nur das Kyrie gebetet oder gesungen und mit der Vergebungsbitte beendet.

Aber eigentlich kommt vorher noch das Schuldbekenntnis
Wir kommen in den Gottesdienst und haben im Laufe der Woche Fehler gemacht. Wir wollen aber mit Jesus mit frohem Herzen Mahl halten. Jesus hat vielen Menschen vergeben, z.B. Zachäus und hat dann mit ihnen gegessen. Aber wir wollen uns dafür bereit machen, in dem wir innehalten.
Das ist quasi so, als würden wir unsere Schuld wie schwere Steine abladen. Wir sehen, diesen Menschen wird ihr Fehler vergeben. Sie dürfen mit Jesus Mahl halten. Auch wir dürfen so vor ihn treten, wie wir sind. Aber wir sollten vor dem Mahl im Gottesdienst, vor der Kommunionfeier, überlegen, was wir in der Woche Gutes und Schlechtes getan haben, um dieses Brot würdig und frei von unseren Feh-lern zu empfangen. Wir werden jetzt still und überlegen, was die Woche nicht gut war. Dann gehen wir nach vorne, legen unseren Stein ab und bekommen einen Smiley.
Daher besinnen wir uns zu Beginn jedes Gottesdienstes auf unsere Schuld. Dazu beten wir aus dem Gotteslob Nr. 582,2

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen,
und allen Brüdern und Schwestern,...

Gemeinsam lesen

Kyrie

Um die Form der Kyrielitanei bei der mittels kurzer Sätze in Erinnerung gerufen wird, was Jesus Christus für uns getan hat, den Kindern zu erklären, muss man tief in die Geschichte eintauchen. Sie stammt eigentlich aus der Verehrung des römischen Kaisers. Um dies zu verdeutlichen, kann vor dem Altar ein Hocker stehen, über den ein rotes (Samt-)tuch gehängt wird. Ein Kind wird darauf gesetzt, am besten noch mit (Sternsinger-)krone.

Alle anderen Kinder versammeln sich am Eingang der Kirche und ziehen in Zweierreihen durch den Mittelgang in die Kirche ein. Wenn die ersten Kinder die vorderen Bänke erreicht haben, bleiben alle stehen und machen dann gemeinsam eine Kniebeuge.

Dazu rufen alle "Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison."
zu Deutsch
"Herr, erbarme dich."
bzw.
"Christus, erbarme dich."

Erklärung:

Wir erweisen Jesus die Ehre. Er ist im Tabernakel gegenwärtig → Tabernakel zeigen, Tabernakel vom Lateinischen tabernakulum = Zelt, das Zelt Gottes, dort werden die Hostien aufbewahrt, also das Brot, das am Sonntag nach der Messe übrig bleibt. Als Zeichen für Jesu Gegenwart brennt das ewige Licht. Wenn wir in die Kirche kommen, machen wir zuerst mit Weihwasser ein Kreuzzeichen. Dann gehen wir in die Bank und machen beim Reingehen eine Kniebeuge.

Dann gehen die Kinder in ihre Bank, nur der König, die Königin sitzt noch auf dem Thron! Nach der Begrüßung kommt im Gottesdienst der Teil, der Kyrie heißt.

Kyrie eleison ("kyrios" heißt "Herr", also zu deutsch, "Herr erbarme dich") haben die Menschen früher zur Audienz beim Kaiser gerufen,sie haben den Kaiser um Erbarmen gebeten, aber auch seine Größe und Güte gepriesen.

Wenn der Kaiser in die große Audienzhalle einzog, dann pries man seine Großtaten und die Versammlung antwortete darauf mit dem Ruf "Kyrie eleison" - "Herr, erbarme Dich!"

Dieses Element hat man ganz einfach in den christlichen Gottesdienst übernommen. Der Ruf gilt jetzt nicht mehr dem Kaiser, sondern Christus, der unter den Menschen Einzug hält und der mit diesem alten Ruf, wie einst der Kaiser, gepriesen und geehrt wird.

Dies kann durch einfache kleine Texte zu den 3 Rufen verdeutlicht werden. (Besinnung / Kyrie: 3 Kinder)

K: Herr Jesus Christus, mit der Taufe hast Du uns in Deine Kirche berufen und uns zu Kindern Gottes gemacht. - Herr, erbarme Dich
K: Herr Jesus Christus, Du liebst uns mit Deiner grenzenlosen Liebe und erbarmst dich unser. - Christus, erbarme Dich
K: Herr Jesus Christus, Du nimmst uns auch an, wenn wir Fehler begangen haben und stehst für uns ein. - Herr, erbarme Dich.

Gloria

Katechese:

"In jedem Gottesdienst feiern wir Weihnachten. Ich habe heute einen Verkündigungsengel mitgebracht. Oft steht dieser an Krippen. Wahrscheinlich seid ihr verwirrt und denkt, ich habe mich in der Zeit vertan. Nein, wir denken tatsächlich außerhalb von Advent und Fastenzeit an jedem Sonntag an Weihnachten, wenn wir nach dem Kyrie das Gloria singen.
Meistens singen wir ein Loblied oder wir können sagen, ein Jubellied. → z.B. GL 169
Wie schon beim Kyrie finden wir auch hier ein fremdes Wort, Gloria. Alle Teile der Messe sind nach lateinischen bzw. beim Kyrie, einem griechischen Wort benannt. Früher wurde der Gottesdienst in Latein gesprochen. Daher hat es sich erhalten, die einzelnen Teile nach den ersten Worten dieser Gebete zu benennen.

Gloria in excelsis deo bedeutet Ehre sei Gott in der Höhe

Das Gloria ist Teil des Weihnachtsevangeliums. Die Engel jubeln, weil Jesus geboren wurde. In der Advents- und Fastenzeit gibt es kein Gloria in der Messe, weil es stillere Zeiten sind, in denen wir nicht so jubeln, dafür kann dann im Weihnachtsgottesdienst oder an Ostern das Gloria in einem Lied noch lauter gejubelt werden. Dann läuten die Ministranten auch mit den Glocken, die sonst nur zur Wandlung geläutet werden, während das Glorialied ertönt.

In der Weihnachtszeit singen wir dabei GL 250, ein Lied, das uns dieses Lob besonders zeigt.

Lasst uns daher ganz laut jubeln und rufen: "Hurra, Gott, wir loben dich!"

Wofür habt ihr Grund zum Jubel?

Im Gloria loben und danken wir Gott. Wir jubeln ihm zu und lassen ihn hochleben. Im Gloria danken wir Jesus für seine Einladung. So wie damals die Engel auf dem Feld von Betlehem vor Freude gesungen haben als Jesus geboren war, so machen wir es auch z.T. im Gottesdienst. "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade. Ganz fröhlich und festlich klingt dieser Gesang. Das Gloria, das die Größe und Herrlichkeit Gottes besingt, will Gott dem Allmächtigen, Lob und Ehre erweisen."

Das ganze Gebet findet ihr im Gotteslob unter der Nummer 583

"Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden den Menschen ..."

Wie die Engel Gott gelobt und ihm die Ehre erwiesen haben, so dürfen auch wir in diese Freude der Engel mit einstimmen.

Lesung und Evangelium

Die Kinder haben in den Bänken Zettel liegen, auf denen bestimmte Bibelstellen stehen, mit Begriffen, die sie möglicherweise aus Schule und Kindergarten schon kennen:

Vor dem Altar liegt ein Tuch mit verschiedenen Bibelausgaben. Dabei liegen auch Zettel mit Altes Testament und Neues Testament. Die Kinder werden eingeladen, bevor die 1. Lesung gelesen wird, ihre Zettel dazu zu legen. Zumeist können sie diese nicht richtig zuordnen.

Es folgt die Erklärung:

Die Bibel ist ein Buch aus vielen Büchern. Sie entstand im Laufe von mehr als 1000 Jahren. Im Alten Testament finden wir die Geschichte des Volkes Israel mit Gott. Es wurde ursprünglich in hebräischer Sprache verfasst. Im Neuen Testament wird von der Zeit Jesu und seinem Wirken berichtet. Es wurde in Griechisch geschrieben. Dort findet sich das Evangelium.

Im Judentum werden die Bibeltexte bis heute mit Tinte auf Lederhautschriftrollen geschrieben. Die Mönche kopierten im Mittelalter diese Texte, bis nach der Erfindung des Buchdrucks Martin Luther die erste Bibel als Buch ins Deutsche übersetzte.

Eine Lesung ist zumeist aus dem alten Testament, dort ist die Geschichte Gottes mit dem Volk Israel aufgeschrieben, Berichte wie der Schöpfungsbericht, Arche Noah, Moses, Josef, die Psalmen, die Lieder und Gebete für den Gottesdienst sind, Prophetenbücher...

Die 2. Lesung ist aus dem neuen Testament, aus den Briefen z.B., die Paulus an seine Gemeinden geschrieben hat.

Die Lesung wird vom Lektor/in gelesen.

Es beginnt mit:

"Lesung aus dem (und dann kommt der Name der Bibelstelle)"

Am Ende spricht der Lektor:

L: Wort des lebendigen Gottes.

Alle antworten:

A: Dank sei Gott

Dann folgt das Evangelium. Eingeleitet wird es von einem gesungenen Halleluja. Die Ministranten begleiten den Priester/Diakon, der das Evangeliar - eine besonders kostbare Bibel - hält.

Wenn keine Ministranten da sind, sollten Kommunionkinder die Evangelienprozession mit Leuchtern begleiten.

Das Wort Evangelium bedeutet frohe Botschaft. Dort ist alles, was wir über Jesus wissen, überliefert. Es ist für uns ganz besonders kostbar. Daher tragen die Ministranten dazu Leuchter. Es gibt vier Evangelisten, die diese Texte für uns überliefert haben, Markus, Matthäus, Lukas und Johannes. Von Markus stammt der älteste Text, von Johannes der jüngste.

P: Aus dem heiligen Evangelium nach ... (Matthäus, Markus, Lukas, Johannes)
A: Ehre sei dir, o Herr.

Dabei machen wir die drei kleinen Kreuzzeichen auf Stirn, Mund und Herz. Dazu kann man beten:

Jesus, segne + meine Gedanken, dass ich denke wie dein Freund.
Jesus, segne + meinen Mund, dass ich rede wie dein Freund.
Jesus, segne + mein Herz, dass ich lebe wie dein Freund.

Das Evangelium endet:

P: Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
A: Lob sei dir Christus

Der Liedruf Gottes Wort ist wie Licht (GL 450) kann die Besonderheit und Wichtigkeit des Evangeliums für uns noch einmal verdeutlichen.

Haltungen

Beten mit gefalteten Händen

"Früher wurden bei einem Eid die zusammengelegten Hände des Ritters vom König umfangen. Diese Art, die Hände zu falten, ist typisch deutsch, da es eine alte Geste aus dem deutschen Lehnswesen ist. Der Lehnsherr umfasst die gefalteten Hände des Lehnsnehmers zum Zeichen der gegenseitigen Hingabe und Abhängigkeit. So wollen auch wir uns mit dem Beten ganz in Gottes Hand begeben.
Hier kommt noch einmal unser "Thron" vom Kyrie zum Einsatz. Ein Kind sitzt dort wieder als König. Ein Kind kniet als Ritter davor. Wir reisen jetzt vom römischen Kaiserhof ins Mittelalter in ein Schloss. Im Lehnswesen waren die Ritter diejenigen, die dem König untertan waren. Um dies zu besiegeln, legte der Ritter seine Hände wie auf dem Bild zusammen, der König legte seine darum. Damit erklärte der Ritter, "ich gebe mich in Deine Hände", der König versprach: "Ich kümmere mich um Dich, ich sorge für Dich". So bitten wir Gott auch um im Gebet.

Gekreuzte Hände

Umarmung mit Gott, innere Verbindung

Gebetshaltung Stehen

"Ein ganz wichtiger Satz in der Messe macht deutlich, dass wir Christen bei unserem Gott eine ganz besondere Rolle spielen: Im 2. Hochgebet heißt es unmittelbar nach der Wandlung: "Wir danken dir, dass du uns berufen hast, vor dir zu stehen..."
Dieser Satz ist eine Revolution. In allen anderen Religionen muss sich der Mensch vor Gott niederwerfen und darf ihm nicht ins Angesicht schauen. Wir jedoch dürfen vor Gott stehen. Wir müssen uns vor ihm nicht klein machen. Es ist ulkig, dass dieser Satz so wenig Gehör findet, denn er wird vom Pfarrer an einer Stelle gesprochen, wo alle knien, aber eigentlich dürfen wir zu diesem Zeitpunkt stehen."

Knien

"Dennoch ist auch das Knien eine ganz wichtige Gebetshaltung. Wir haben hier einzelne Teppiche liegen wie bei euren türkischen Schulkameraden, die Muslime sind, üblich ist. Die Muslime neigen beim Beten die Stirn auf den Boden. Bei der Weihe von Priestern, Diakonen und Ordensleuten legen sich die Bewerber auf dem Boden lang hin, das ist sogar noch mehr. Unser Körper betet. Jede Haltung ist ein ausdrucksstarkes Zeichen. Beim Knien wollen wir zeigen, dass niemand größer ist als Gott. Wir machen uns klein, wir unterwerfen uns."

Jedes Kind wird aufgefordert sich auf ein Teppichstück zu knien, verschiedene Formen des Kniens auszuprobieren. Wie fühle ich mich dabei?

Credo

Wir hatten vom Krippenspiel eine Tür als Requisite in der Kirche. Diese haben wir neben den Altar gestellt. Darauf war ein Fischsymbol geklebt. Ein Kind durfte sich vor die geschlossen Tür stellen, eines dahinter. Das Kind hat geklopft, von drinnen ertönte: "Ich glaube an Gott, den Vater den Allmächtigen" (GL 3,4)

Das Kind draußen antwortete: "den Schöpfer des Himmels und der Erde. ..." usw.

Einführung ins Thema

In den ersten 3 Jahrhunderten haben Theologen formuliert, was man über den Vater, den Sohn und über den Heiligen Geist sagen kann. Dies wurde im Konzil von Nicäa im Credo für alle verbindlich aufgeschrieben. Schon davor waren diese Aussagen formuliert worden. Wenn Menschen sich zum Christentum hingezogen fühlten, haben sie Treffen von Gemeinden besucht, die meist heimlich stattfanden. Wenn man dann einiges über den Glauben wusste, konnte man sich um die Taufe bewerben. Zur Vorbereitung auf die Taufe haben die Bewerber Vater unser und Glaubensbekenntnis überreicht bekommen und diese auswendig gelernt. Es war wichtig, beides auswendig zu können, denn die Christen wurden verfolgt und zeigten ihren Glauben daher nicht in der Öffentlichkeit. Wer zu einem Hausgottesdienst eingeladen war, klopfte an die Tür, das Credo – wieder so ein lateinisches Wort, es heißt übersetzt: "Ich glaube" - war das Passwort oder der Geheimcode Wenn man es aufsagen konnte, war man Teil der Gemeinschaft, wurde eingelassen und durfte mitfeiern. Es war wie eine "Tür" zum Glauben und ganz wichtig. Wer Christ war, erkannte man oft daran, an wessen Hauswand ein Fisch gemalt war.

Auch der Fisch ist ein Glaubensbekenntnis:

Ichthys = Griechisch für Fisch

Anfangsbuchstaben als Geheimcode für Jesus

I für Jesus (Iesus)
Ch für Christus
Th für Theos (Gott)
S für Soter (Heiland, Seligmacher)

Gabenbereitung

Tisch auf Altarstufen, den die Kinder decken dürfen: Tischtuch, Kerze, Krug, Weintrauben, Wasser, Brot... evtl auch Gebetswürfel.

Der Altar wird ganz "normal" von den Ministranten bereitet, bzw. auch einem Diakon, d.h. diese bringen die Gaben:

Kelch, Hostienschale, Wasser- und Weinkännchen

Die Gemeinde betet das Gebet aus dem Gotteslob S. 587,3 ausnahmsweise mit. Es entstammt dem jüdischen Gebetsritus:

Gepriesen bist du Herr, unser Gott, Schöpfer der Welt. Du schenkst uns das Brot, die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit. Wir bringen dieses Brot vor dein Angesicht, damit es uns das Brot des Lebens werde.
Alle: Gepriesen bist du in Ewigkeit, Herr unser Gott.
Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, Schöpfer der Welt. Du schenkst uns den Wein, die Frucht des Weinstocks und der menschlichen Arbeit. Wir bringen diesen Kelch vor dein Angesicht, damit er uns der Kelch des Heiles werde.
Alle: Gepriesen bist du in Ewigkeit, Herr unser Gott

Tischgebet! Vergleich und Bezug herstellen, auch wenn wir zu Hause am Tisch sitzen, danken wir Gott möglicherweise im Tischgebet für die Gaben, kann z.B. mit einem Gebetswürfel gemacht werden...

Gespräch über Bedeutung der Gaben.

Hier kann natürlich auch ähnlich, wie viele Gemeinden es bei der Erstkommunion praktizieren, eine Gabenprozession der Kinder veranstaltet werden:

Kerzen: Wir bereiten das heilige Mahl und bringen unsere Kerzen. In jeder Kommunionstunde haben wir dieses Licht entzündet.. - Das Licht wärmt und schenkt Hoffnung und Freude,
Brot: Wir bereiten das heilige Mahl und bringen das Brot – die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit. Dieses Brot — geteilt und gebrochen – nährt und stärkt alle, die hungern und die sich sehnen nach Leben.
Wein und Wasser: Wir bereiten das heilige Mahl und bringen den Wein — die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit. — und das Wasser, das uns Leben schenkt. Sie erzählen vom Reichtum der Erde und vom großen Fest, das wir heute feiern.
Hostienschale: Wir bringen das ungesäuerte Brot. Es ist bescheiden und gering. So hat Jesus es beim letzten Abendmahl genommen. Jesus, du wirst dieses Brot wandeln. Du willst dich uns schenken in diesem Brot. Du willst unser Freund und Bruder sein. Wir legen das Brot in die goldene Schale. Nimm diese Schale mit Brot, unsere Gaben und unseren guten Willen.

Sanctus

Vorüberlegung:

Wir hatten die Kinder im Gottesdienst zuvor eingeladen, für den nächsten Gottesdienst Gegenstände mitzubringen: Was ist mir heilig?
Kinder dürfen Gegenstände mitbringen, die ihnen etwas bedeuten und davon erzählen (Fußball, Familienfoto, Kuscheltier etc.)
ie Gegenstände können in eine Schatzkiste gelegt werden, wenn nicht zu groß, dann kann bei der nächsten Einheit Verbindung zu Wandlung hergestellt werden, dort auch Schatzkiste!

Bei der Schatzkiste steht noch der Engel, den wir schon vom Gloria her kennen.

Bibelstelle:

Im Todesjahr des Königs Usija sah ich den Herrn. Er saß auf einem hohen und erhabenen Thron. Der Saum seines Gewandes füllte den Tempel aus.2 Serafim standen über ihm. Jeder hatte sechs Flügel: Mit zwei Flügeln bedeckten sie ihr Gesicht, mit zwei bedeckten sie ihre Füße, und mit zwei flogen sie. Sie riefen einander zu: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere. Von seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt. (Jes 6,1-3)

Der Text des Sanctus stammt aus dem Alten Testament (Jes 6,3). Das Wort "Hosanna" (hebr.) ist ursprünglich ein Hilferuf ("Hilf doch") und wurde später, beispielsweise beim Einzug Jesu in Jerusalem, zum Jubelruf. Das "Sanctus", lateinisch für Heilige, ist wie viele andere Gebete der Messfeier ein Glaubensbekenntnis. Wer es singt oder spricht, unterstreicht damit: Gott ist der Heilige, der, dem die Ehre gebührt. Die "Herrlichkeit" ist sozusagen die "Eigenschaft Gottes", und von dieser sind Himmel und Erde erfüllt – er ist auf der Erde wie im Himmel erfahrbar.

Jesaja der Prophet hat einen Engel gesehen, eine wundervolle Erfahrung für ihn. (Erinnerung an Gloria, auch da Engel, die Gott lobten)

Bevor die Wandlung der Gaben von Brot und Wein beginnt, also der "heiligste" Moment im Ablauf der Messe, betonen wir noch einmal diese besondere Heiligkeit. Jetzt knien wir hin bzw. die Kinder können im Kreis um den Altar genommen werden, um das Geschehen besser mitzuverfolgen.

Alle anderen Gebete und Antworten haben wir geübt, indem die Kinder im Gotteslob (GL 582-591) mitgelesen haben, gemäß dem Motto des damaligen Pfarrers, Dr. Jörg Sieger, der immer betonte, genauso wie man Schwimmen nicht am Rand des Beckens sondern im Wasser lernt, können die Kinder den Gottesdienst nur im Dabeisein und Mittun erfahren. So verstehen sie, was sie in der Erstkommunion feiern. Die Wandlung haben die Kinder im Kreis um den Altar erlebt, so haben sie ein Gefühl dafür bekommen. Am Ende des Winters konnten die Kinder auch die Antworten und Gebete im Ablauf der Messe.