Zur nächsten SeiteZur vorigen SeiteDie Grabdenkmäler in der Bruchsaler Peterskirche

Die Grabdenkmäler im Chor sind den Kardinälen Schönborn und Hutten gewidmet. Rechts vom Hochaltar steht das Epitaph Schönborns, den ein Engel auf den gekreuzigten Erlöser hinweist. Der Entwurf stammt von dem kurfürstl. Hofbaumeister Joh. Seitz in Trier, die Ausführung besorgte 1757 der "Marmorierer" Stephan Strahl, die "Glaube" und "Liebe" symbolisierenden Marmorplastiken schuf Ferd. Diez aus Bamberg. Auf der mit Löwenkopf und Goldrand verzierten Behangplatte ist das Leben und Wirken Schönborns festgehalten. Vordem Unterbau ließ Fürstbischof August von Limburg-Stirum zu seinem Gedächtnis schon 1775, vermutlich durch Joachim Günther, einen Marmoraltar errichten, der an der Stirnseite das feine Relief "Christus und Petrus auf dem Meer" trägt und von den Plastiken "Glaube" und "Wahrheit" flankiert ist. Die weiße Inschrift über dem Altartisch berichtet von seinem schicksalhaften Leben und Sterben. Links vom Hochaltar ist das Epitaph von Kardinal Hutten. Es wurde von Stephan Strahls Sohn Johann nach Plänen von Joachim Günther errichtet. Die Figuren sind ebenfalls Günthers Werk. Hier trauern die "Gerechtigkeit" und die "Mildtätigkeit" um den toten Kirchenfürsten. Hoch oben aber thront die edle Gestalt der "Hoffnung" die sagen will, dass der Tod nicht Ende, sondern Durchgang zum Leben ist. An die wichtigsten Ereignisse im Leben des Fürstbischofs Wilderich von Walderdorf erinnert die Inschrift auf dem Antependium unterhalb der Tumba. Der Totenkopf mit Sanduhr ist eine in dieser Art damals eben aufkommende Darstellung. - An den Wänden des Querhauses sind noch neun kleinere, den Stilepochen des Rokoko und Klassizismus angehörende Grabmäler von Familienangehörigen und Hofbeamten der Fürstbischöfe angebracht.

 

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