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Der
Hochaltar der Bruchsaler Peterskirche
Der Hochaltar mit Tabernakel ist das Herzstück der Kirche. Auf dem gutgegliederten Sockel stehen sechs schlanke, mit vergoldetem Schnitzwerk verzierte Säulen, miteinander verbunden durch einen ornamentgeschmückten Fries und mehrstufigen, kräftigen Sims, der eine elegant geschwungene Krone trägt. Darunter zeigen Engel das umgekehrte Kreuz des hl. Petrus. In der Gestaltung würdevoll, doch anmutig in seinem gelockerten Aufbau, steht der Hochaltar beherrschend in dem hellen Chorraum. Altarstufen, Sockel und Mensa sind aus Marmor; der ganze Aufbau von der Säulenbasis an bis zum Kreuz ist aus Holz. Die Marmorierung der Holzteile ist so gut geglückt, dass die Augen keinen Unterschied erkennen. oberhalb des Tabernakels breitet ein Pelikan seine Schwingen über das Nest der Jungvögel, wie das Lamm ein eindrucksvolles Symbol für Christus, der sein Blut und Leben für uns hingab: denn von diesem Vogel berichtet die Sage, dass er, wenn er kein Futter mehr findet, sich mit dem Schnabel die Brust aufpickt und die Vogelkinder mit seinem eigenen Blut ernährt.
Der Hochaltar, spürbar eine Schöpfung Balthasar Neumanns, muss 1748 vollendet gewesen sein, da das Altarbild mit der "Schlüsselübergabe an Petrus" von Lothar Ignaz Schweikart aus diesem Jahr stammt. Schweikart ist 1702 geboren und wurde am 17. November 1747 mit seiner Gattin Maria Eva Franziska geb. Fleck im Kirchenbuch der Bruchsaler Stadtpfarrei erstmals erwähnt. Er wohnte in der Bruchsaler Hofpfarrei und hatte 14 Kinder. Am 17. Januar 1779 starb er und wurde auf dem Friedhof von St. Peter beerdigt. Seine Frau starb am 26. April 1788 im Alter von 66 Jahren. Lothar Ignaz Schweikart führte den Titel Kammerdiener und hat auch am Corps de Logis im Schloss gearbeitet, sowie ein Portrait Huttens gemalt.
Die
"Faß- und Verguldtung des hohen Altars" führte Franz Ulrich
Brandmeier laut Vertrag vom 23. April 1748 für 800 Gulden und eine halbe Ohm
Branntwein aus.
Die Holzstatuen der Apostelfürsten Petrus und Paulus von Johann Adam Virosteck wurden 1756 zwischen den Säulen aufgestellt.
Zum Bild: Zwei Kelche aus der Zeit der Fürstbischöfe Damian Hugo von Schönborn und Franz Christoph von Hutten
letzte Änderung: 23. April 2000