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Die
große Renovierung in den Jahren 1998/99
Von Mai 1998 bis Oktober 1999 wurde die Pauluskirche unter der Leitung von Dipl. Architektin (FH) Katharina Vochatzer vom Erzbischöflichen Bauamt Heidelberg, grundlegend renoviert. Dabei wurden u.a. eine neue, gasbeheizte Warmluftheizung eingebaut. Die bisherige Stromheizung hatte jährlich über 50.000 DM verschlungen, ohne die Kirche wirklich zu heizen. Im Zusammenhang mit dieser Maßnahme wurde die Werktagskirche durch eine Glaswand abgetrennt, um diesen Bereich separat heizen zu können. Auch die Lautsprecheranlage sowie die elektrischen Installationen wurden grundlegend überarbeitet. Diese Maßnahmen verschlangen den Löwenanteil der nahezu eine Million Mark Baukosten. Über die Hälfte brachte die Pfarrgemeinde selbst auf, davon allein 200.000,-- DM Spenden.
Liturgische
Bedeutung hat der Umstand, dass der Altar von seiner Stufenanlage
heruntergenommen und mehrere Meter näher zur Gemeinde gerückt wurde. Die
Sedilienbank, die sich nun halbkreisförmig hinter dem Altar befindet, schließt
symbolisch den Kreis der Gottesdienst feiernden Gemeinde um den Tisch des Herrn.
Auch das Taufbecken wurde in den Chorraum hineingeholt. An seinem bisherigen
Standort entstand eine Marienkapelle.
Die Werktagskirche erhielt eine neue, flexible Bestuhlung und einen Altar, der jetzt mitten im Raum steht. Auch der klassische Beichtstuhl wurde zugunsten eines Beichtzimmers aufgegeben.
Die neuen Hängeleuchten, der Kreuzweg, die "Blaue Passion" des Bruchsaler Künstlers Franz Bannholzer, die nun wieder im Kirchenraum hängt, und die neuen Farbakzente sollen dazu beitragen, dass der Kirchenraum wohnlicher wirkt und eine Atmosphäre ausstrahlt, die gut tut. Auch dies sind Elemente, die deutlich machen sollen, dass Gottesdienst mit dem Leben zu tun hat und keine "blutleere" Veranstaltung ist.