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da die vielen vornehmen Franzosen sich vornehmlich in Ettenheim selbst einquartiert hatten, gab es mit Sicherheit größere Schwierigkeiten, für den Vicomte de Mirabeau, dem man Anfang April in Freiburg zu erkennen gegeben hatte, dass sein weiterer Aufenthalt dort nicht länger erwünscht sei (GLA 74-6281, 118v-119r), eine geeignete Wohnung zu finden.
Ob Mirabeaus Gattin aufgrund der Wohnsituation Ettenheim am 7. April nach nur drei Tagen Aufenthalt bereits wieder verließ (GLA 74-6281, 117r; erst im Spätjahr ist ihr Aufenthalt in Ettenheim wieder belegt (GLA 74-6283, 190 r/v)), bleibt allerdings unklar. Vielleicht hängt ihre überstürzte Abreise auch damit zusammen, dass Prince Condé am 6. April dem Kardinal die Nachricht vom Tod des Honoré Gabriel Riqueti, Graf de Mirabeau, in Paris überbrachte (GLA 74-6281, 117r).
Für die Gegenrevolutionäre war übrigens klar, dass man Mirabeau aus Furcht vor einem Überwechseln zu den Monarchisten ermordet hatte; man rätselte nur noch, ob er erwürgt oder vergiftet worden war. (GLA 74-6281, 117v)
Dr. Jörg Sieger - Kardinal im Schatten der Französischen Revolution