Zur Person von Dr. Jörg Sieger
Pfarrer von St. Peter und St. Paul, D-76646 Bruchsal
Letzte Aktualisierung: 8. März 2010 ![]()
Vielleicht
interessiert es Sie, mit wem Sie es auf diesen Seiten zu tun haben. Nun, was
soll ich schreiben? Natürlich kann ich Ihnen einige Fakten aufzählen. Ich
kann Ihnen sagen, dass ich 1960 in Lahr geboren wurde und dort die erste Woche
meines Lebens verbrachte. In Ettenheim,
ziemlich genau zwischen Offenburg und Freiburg im Badischen, bin ich dann
aufgewachsen und zur Schule gegangen.
Nach meinem Abitur im Jahre 1979 begann ich, in Freiburg Theologie zu studieren, war dann ein Jahr in München und machte 1984 meinen Abschluss wiederum in Freiburg. Zwischenzeitlich hatte ich meine Dissertation bereits fertiggestellt, wurde dann am 16. Dezember 1984 in St. Peter im Schwarzwald zum Diakon geweiht und war während des darauffolgenden Jahres als solcher in Oberkirch tätig. Nach meiner Priesterweihe am 10. Mai 1986 in Ettenheim war ich ein Vierteljahr in Wald in Hohenzollern, dann drei Jahre Vikar in Breisach am Rhein und darauf 6 1/2 Jahre Studentenpfarrer in Mannheim. Seit April 1996 bin ich Pfarrer der beiden Gemeinden St. Peter und St. Paul in Bruchsal. Im September 2002 kam die dritte Bruchsaler Gemeinde, St. Anton, hinzu. Dadurch wurde die Seelsorgeeinheit St. Peter - Bruchsal gegründet, die sich mittlerweile zur Pfarrei St. Peter mit den Gemeinden St. Peter, St. Paul und St. Anton zusammengeschlossen hat.
Dies wären einige Zahlen und Fakten, die ich Ihnen mitteilen kann. Aber wenn Sie dies alles wissen, kennen Sie mich dann schon?
Vielleicht müsste ich Ihnen erzählen, dass ich eigentlich immer Mathe und Physik studieren wollte, dass mir der liebe Gott da aber irgendwie einen Strich durch die Rechnung gemacht hat - wie das genau war, weiß ich wahrscheinlich selber nicht ganz. Eine Rolle hat sicher meine Zeit als Pfarrjugendleiter in Ettenheim gespielt. Insgesamt reicht dies aber zur Erklärung sicher nicht aus.
Wenn Sie jedoch danach fragen, was das für ein Mensch ist, dieser Pfarrer von St. Paul, St. Peter und St. Anton in Bruchsal, dann müsste ich vielleicht davon berichten, dass ich mit großer Leidenschaft an meiner Modelleisenbahn bastle oder mit Kindern spiele. Vielleicht gehört hier auch dazu, dass ich mich immer schon ganz besonders für Geschichte interessiert habe. Biographien habe ich während meines Studiums geradezu verschlungen. Ich denke, dass man die großen und kleineren Gestalten unserer Geschichte am besten dann kennenlernen kann, wenn man nicht nur auf die wenigen Jahre schaut, in denen sie wirklich weltgeschichtliche Bedeutung hatten, sondern ihr Leben von Grund auf, von Geburt an, verfolgt.
So hat auch meine Dissertation mit einer Lebensbeschreibung zu tun. Ich war schon als Kind von der Gestalt des letzten Straßburger Fürstbischofs, des Kardinals Louis René Edouard, Prince de Rohan-Guémené, fasziniert. Das war jener berühmte Kardinal, der 1785 in die nicht weniger berühmte Halsbandaffäre verstrickt war. Nach Ausbruch der Französischen Revolution musste er aus Straßburg fliehen und hat sich dann 13 Jahre in seine rechtsrheinischen Besitzungen - eben nach Ettenheim - zurückgezogen. Als Kind schon bin ich in unserer Kirche über sein Grab "gestolpert" und so habe ich versucht die Geschichte dieser 13 Jahre, unter dem Titel "Kardinal im Schatten der Revolution", nachzuzeichnen.
In
den letzten Jahren, vor allem im Zusammenhang mit meinem Lehrauftrag
an der Uni in Mannheim, hatte ich dann meine alte Leidenschaft für das Alte
Testament wieder neu ausgegraben und ausgebaut. Vor allem die Beschäftigung
mit der Hebräischen Sprache und der Gedankenwelt der Semiten, hat mir
geholfen diese grandiose Welt der Bilder jener Bücher des ersten Bundes zu
erschließen. Immer mehr habe ich dabei begriffen, was das für ein bodenloser
Unsinn ist, wenn Menschen heute vom "Rachegott des Alten
Testamentes" sprechen. Ich denke, dass man vor allem in meinem Predigten
wie auch auf den Seiten des "Bruchsaler
Glaubenskurses" einiges von dieser Begeisterung für die "Bibel
Jesu", wie mein Lehrer Alfons Deissler das Alte Testament immer wieder
nannte, spüren wird.
Näher
kennenlernen können Sie mich, wenn Sie mich auf meinen Urlaubsreisen
begleiten - zumindest virtuell. 1998 war ich mit dem Mietwagen in Israel und
Jordanien, 1999 erstmals in Ägypten und 2000 in China. Sehr einfach ging es
2001 in Peru zu, wofür ich mir 2002 dann in Griechenland Luxus pur gegönnt
habe. Auf CD-ROM können Sie was ich erlebt und empfunden habe,
nachvollziehen.
Vieles gäbe es noch zu sagen, aber darüber spricht man besser. Rufen Sie mich doch einmal an, oder schreiben Sie mir - vielleicht gleich per e-Mail (kontakt@joerg-sieger.de). Ich melde mich dann.
Liebe Grüße
Ihr
