Amtsblatt der Stadt Bruchsal Nr. 46 vom Donnerstag, 17. November 2011, Seite 19
Über 70 Gäste nahmen die Gelegenheit war, den Vortrag der Graphologin Margot Grados-Ramos über die Traumdeutung, veranstaltet von der kfd St. Paul in Bruchsal, zu hören, wobei man das Alter der Besucher von jung, mittleren Alters bis älter einzuschätzen konnte. Eingangs erläuterte die Referentin, wie wichtig unsere Träume sind. Sie seien unsere inneren Helfer und Ratgeber, wollten dem Menschen mitteilen, was für ihn gut sei, wozu unser begrenzter Verstand nicht ausreichen würde. Es gibt verschiedene Arten von Träumen, zum Beispiel Visionsträume und Traumsymbole. Letzt genannter spricht die Menschen in Bildern, das heißt durch Redewendungen oder durch Märchen an.
Als Beispiel nannte die Referentin einen Traum, bei dem ein Zug nicht mehr erreicht werden kann, dann ist „der Zug abgefahren" - man hat verpasst, Gelegenheiten wahrzunehmen, noch schlimmer, wenn einem im Traum beim Autofahren die Bremsen versagen. Man könnte deuten: „wie bringe ich das Auto zum Halten" oder „was läuft mir aus den Gleisen". Jeder konnte wohl für sich aus dem Inhalt mitnehmen, dass es gut ist, sich gegenseitig seine Träume zu erzählen, denn oft schon weiß ein guter Freund darauf sofort eine Antwort. „Na klar, du hast den Zug, die Gelegenheit verpasst". Bedrängung im Traum, Druck von hinten, nicht von der Stelle kommen, waren doch Themen, wo viel Geräusper und auch Gemurmel im Saal entstand.
Neben vereinzelten Skeptikern war doch die Mehrzahl der Teilnehmer davon überzeugt, dass Träume ernst zu nehmen sind, und dass es mit der Zeit gar nicht so schwer sei, sie zu deuten. Die Referentin legte den Zuhörern ans Herz, wieder mehr Märchen und Reime zu lesen, vor allem abends anstatt fernzusehen, lieber eine Stunde zu meditieren - durch ein Gebet, ein Bad - egal welche Entspannung gewählt würde. Am Ende der Veranstaltung bedankte sich Cilly Rathgeb bei Frau Grados-Ramos und auch für das große Interesse der Gäste.
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ZUM BILD: Volles Haus beim Vortrag Träume. Foto: pr
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