Konradsblatt, 86. Jahrgang, 21. Juli 2002, Nr. 29 - Seite 8

"Hier bin ich, sende mich!"

Weihbischof Klug beauftragte Gemeindereferenten/-innen

Marieluise Gallinat-Schneider, 39 Jahre, zwei Kinder. Heimatort: Velbert. Abitur, Studium der Geschichte, Abschluss Magister, Arbeit in einem Forschungsprojekt, seit 1992 im kirchlichen Dienst, zunächst Heimleiterin Katholisches Studentenwohnheim, dann Ausbildung zur Gemeindereferentin auf drittem Weg. Ausbildungspfarrei: Seelsorgeeinheit Obergrombach, Heidelsheim-Helmsheim. Berufseinführungsphase: St. Peter und Paul, Bruchsal.In der Bruchsaler St-Paul-Kirche haben sechzehn Gemeindereferentinnen und -referenten den Abschluss ihrer Ausbildung gefeiert. Weihbischof Rainer Klug beauftragte zehn von ihnen für den Dienst in der Erzdiözese Freiburg.

Von Thomas Macherauch

Angesichts des Mottos "Hier bin ich, sende mich!" (Jesaja 6, 8) stand die Beauftragungsfeier der künftigen Gemeindereferenten/-innen ganz im Zeichen der Berufung. Jede Berufung sei ein zutiefst persönlicher Vorgang in der Verborgenheit des Herzens, des Verstandes und Willens, betonte Weihbischof Rainer Klug in seiner Predigt. Werde sie nicht beachtet, so sterbe sie. Werde die Berufung aber bewusst wahr- und angenommen, könne sie individuell wachsen und Früchte tragen für die Communio, die Gemeinschaft der Menschen. Um allerdings ihrem persönlichen Anteil an der Hirtensorge in Kirche und Gemeinde gerecht werden zu können, sollten die Gemeindereferentinnen und -referenten ihr eigenes, durch die Alltäglichkeit stets gefährdetes Glaubensleben regelmäßig pflegen. Nur wer täglich von neuem darauf achte, dass seine Spiritualität und sein individuelles Gebet durch den Alltagsstress "nicht aufgefressen wird", könne den Menschen mit ihrem mühseligen und oft defizitären geistlichen Leben authentischer Weggefährte sein. "Nehmen Sie sich für drei Dinge Zeit: zum Essen, zum Schlafen und zum Beten", so der Weihbischof in Anlehnung an die Worte, die ihm der Erzabt von Beuron seinerzeit selbst mit auf den bischöflichen Weg gegeben habe.

Mit dem Segen, der Übergabe der Heiligen Schrift sowie einer Urkunde wurden die zukünftigen Gemeindereferentinnen und -referenten von Weihbischof Klug für ihren Dienst beauftragt.Oft sei es aber gar nicht einfach, Botschafter der Kirche zu sein, so der Weihbischof: "Sie werden Bekehrung erleben und ebenso Halsstarrigkeit; Nähe und Distanz." Die Gemeindereferenten/-innen, wie alle anderen Christen, die zu ihrer Berufung stehen, dürften sich jedoch des Beistandes Gottes sicher sein. Beauftragt wurden: Marieluise Gailinat-Schneider,Yvonne Gnirs, Franziska Müller, Bettina Hartnagel, Lore Maria Wermuth, Bettina Wittmer, Birgit Tröndle, Susanne Müller, Melanie Geiler, Sebastian Münnich. Als Gemeindereferent für die Diözese Würzburg wurde Wolfgang Keller beauftragt.

Mit dem bischöflichen Segen, der Übergabe der Heiligen Schrift und einer offiziellen Urkunde beauftragte Weihbischof Klug im Anschluss an seine Predigtworte zehn Gemeindereferentinnen und -referenten zum Dienst in der Erzdiözese Freiburg. Die übrigen Kandidaten werden zum Teil ihre theologischen Studien weiter vertiefen, in die Diözesen München-Freising und Würzburg zurückkehren, sich dem Schuldienst und der Familie widmen oder aber ihrem ursprünglichen Beruf nachgehen.

ZU DEN BILDERN: Marieluise Gallinat-Schneider, 39 Jahre, zwei Kinder. Heimatort: Velbert. Abitur, Studium der Geschichte, Abschluss Magister, Arbeit in einem Forschungsprojekt, seit 1992 im kirchlichen Dienst, zunächst Heimleiterin Katholisches Studentenwohnheim, dann Ausbildung zur Gemeindereferentin auf drittem Weg. Ausbildungspfarrei: Seelsorgeeinheit Obergrombach, Heidelsheim-Helmsheim. Berufseinführungsphase: St. Peter und Paul, Bruchsal. - Mit dem Segen, der Übergabe der Heiligen Schrift sowie einer Urkunde wurden die zukünftigen Gemeindereferentinnen und -referenten von Weihbischof Klug für ihren Dienst beauftragt. Fotos: Macherauch, Weigold

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