Bruchsaler Rundschau Nr. 161 vom Montag, 15. Juli 2002, Seite 21
Von unserem Redaktionsmitglied Matthias Kuld
Bruchsal.
Binnen weniger Wochen kamen nahezu alle Bischöfe der Erzdiözese Freiburg in
den Raum Bruchsal. Der zu Monatsbeginn zurück getretene Erzbischof Oskar Saier
war im Juni Zelebrant eines Firmgottesdienstes in Unteröwisheim, der jetzige
Diözesanadministrator Weihbischof Paul Wehrle weihte kürzlich in St. Peter
einen Pallotinerpater zum Priester und am Wochenende war es Weihbischof Rainer
Klug, der in St. Paul neue Gemeindereferenten förmlich mit ihrem Dienst
beauftragte 16 Frauen und Männer aus der Erzdiözese haben ihre Ausbildung
abgeschlossen und als Gemeindeassistenten ihre zweite Dienstprüfung abgelegt.
13 wurden von Bischof Klug in ihren Dienst entsandt, drei gehen in andere
Berufe.
Den Gemeindereferenten und -referentinnen kommt zumal in Zeiten zunehmenden Priestermangels zentrale Bedeutung im Leben katholischer Pfarreien zu. Schließlich wächst die Aufgabenfülle der Priester erheblich, weil in der Folge ihrer geringer werdenden Zahl immer mehr Gemeinden in Seelsorgeeinheiten zusammen gefasst werden. Das jüngste Beispiel bilden St. Paul und St. Peter, die schon heute von Pfarrer Dr. Jörg Sieger betreut werden - er hat ab September noch St. Anton dabei, wenn Pfarrer Bernhard Ripperger in Ruhestand geht. In dieser neuen Einheit wird beispielsweise Marieluise Gallinat-Schneider tätig sein, die in St. Peter und St. Paul bereits ihre Vorbereitungszeit absolviert hat. In der Seelsorgeeinheit Forst/Weiher wird Lore Wermuth weiterhin für die Entlastung des Pfarrers und das Funktionieren der Gemeindearbeit sorgen. In Wiesental wird dies Wolfgang Keller sein.
Die Ausbildung zum Gemeindereferenten kann in Vollzeit als Fachhochschulstudium oder auch berufsbegleitend absolviert werden. Entsprechend variiert die Ausbildungsdauer bis hin zu fünf Jahren. Gemeindereferenten haben eine breite Fülle von Aufgaben innerhalb ihrer Pfarreien und können zudem auch Religionsunterricht geben.
Im Aussendungsgottesdienst am Samstag in St. Paul bezeichnete Bischof Klug "die Berufung als einen zutiefst persönlichen Vorgang zwischen Gott und Mensch". Der persönliche Glaube sei dabei die Quelle des Berufs, mit dem der Gemeindereferent "Anteil an der Hirtensorge der Kirche am Glaubensleben der Gemeinde hat". Der Gemeindereferent bzw. die -referentin müsse für die Menschen erkennbar machen, "wo die Kirche steht". In dem großartigen Dienst, der Freud und Leid mit Alltäglichem verbinde, sei der Gemeindereferent "mehr als nur ein Wegweiser. Er stehe für den Aufruf zu einem offenen und furchtlosen Bekenntnis des Glaubens." Musikalisch gestaltet wurde der festliche Gottesdienst von der Gruppe "Hoffnungsschimmer".
ZUM BILD: WEIHBISCHOF KLUG beauftragte die neuen Gemeindereferenten der Erzdiözese: darunter Lore Wermuth (Forst), Marieluise Gallinat-Schneider (Bruchsal) und Wolfgang Keller (Waghäusel). Foto: madl
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Pressespiegel der Pfarrei St. Peter
in D-76646 Bruchsal