Bruchsaler Rundschau Nr. 270 vom Donnerstag, 22. November 2001, Seite 28

Johann Beichel an die Spitze des Fördervereins gewählt

Förderverein Orgelbau St. Peter Bruchsal.

Im Anschluss an das Benefizkonzert für die neue Orgel in der Bruchsaler Peterskirche war im nahen Pfarrheim die abschließende Versammlung zur Gründung des "Fördervereins Orgelbau St. Peter" angesetzt. Sie war notwendig zur ordnungsgemäßen Eintragung ins Vereinsregister mit gleichzeitiger Anerkennung als spendenberechtigter, eingetragener Verein (e. V.). Die zügigen Wahlen der Vorstandschaft ergaben als Vorsitzenden Priv. Doz. Dr. Johann Beichel, als stellvertretender Vorsitzenden und Schriftführer Norbert Pohl sowie als Kassier Josef Osster. Das Triumvirat wird von zehn Beisitzern plus dem Pressereferenten unterstützt, wobei Rotary Club Bruchsal-Schönborn, Rotary Club Bruchsal-Bretten und Lions Club Bruchsal-Schloss ebenso mitwirken wie Vertreter aus der Politik und der anerkannte Orgelfachmann, Kirchenmusikdirektor Professor Andreas Schröder. Der Orgelsachverständige der Erzdiözese Freiburg ist bekannt als Hochschullehrer und Kirchenmusiker von St. Stephan Karlsruhe.

Die neue Peterskirchenorgel kann nun innerhalb der nächsten beiden Jahre von einer renommierten tschechischen Orgelbaufirma hergestellt und Anfang 2001 installiert werden. Die Gesamtkosten liegen zusammen mit dem aufwändigen, unverzichtbaren Versetzen des barocken Orgelprospektes und der Anschaffung eines leistungsfähigen Orgelpositivs für den Chorraum knapp unter dem Millionenbereich. Dabei beträgt die Ablösesumme der Unterhaltsverpflichtung seitens der Stadt Bruchsal 800 000 Mark, die während der Herstellung in Raten überwiesen wird. Freiburg übernimmt die teilweise Vorfinanzierung und steuert 100 000 Mark Eigenanteil bei. Die ungedeckte Restsumme will der eigens hierfür gegründete Förderverein Orgelbau St. Peter durch Sponsorengelder, Beiträge und Veranstaltungserlöse zusammentragen

Der Vorsitzende sieht dabei als eine vieler Möglichkeiten zur Aufbesserung der Vereinskasse besetzungsmäßig möglichst variierende Konzerte in der Pfarrkirche. Ausgesucht sei hauptsächlich der veranstaltungsarme Mittwochabend für diese musikalischen Leckerbissen, die in dieser Folge serviert werden sollen.

Das nächste Benefizkonzert werde die Posaune (und Orgel!) in den Mittelpunkt stellen., das übernächste die Flöte. Dr. Beichel begrüßte ausdrücklich die Mithilfe der beiden Rotary und des Lions Clubs, die als Veranstalter zur Unterstützung des Vereins publikums- und werbewirksam auftreten könnten. Damit würden für den Orgelverein kaum Werbungskosten anfallen. Der Schwerpunkt der musikalischen Aktivitäten in der aus Denkmalschutzgründen nur unzulänglich heizbaren Barockkirche werde in der warmen Jahreszeit liegen.

Weitere Orgelfahrten unter der Leitung von Professor Andreas Schröder stellte dieser in Aussicht. Nach Ausbau des alten Instruments solle ein großer Orgelpfeiferbasar die Kasse aufbessern helfen, regte Schröder an.

schu

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