Eisenkraut - Verbena officinalis L.

von Uschi Schedlik

Familie:

Verbenaceae

Art:

Verbena officinalis L.

Höhe:

(20-) 30 bis 75 (-100) cm

Vorkommen:

Heimisch in Europa, Nord- und Südafrika, Amerika, Mittel- und Nordasien und fast über die ganze Erde verschleppt. Unkraut an Wegrändern, auf Schutt, an Mauern, Zäunen, Hecken, auf Weiden und an Flussufern.

Unter den auf dem sogenannten Besuchsbild des Isenheimer Altars abgebildeten Pflanzen ist das Eisenkraut sicher zu identifizieren. Es wird von allen Autoren und Botanikern bestätigt und ist  vor dem Felsen auf der linken Seite der Altartafel, zwischen dem Spitz- und Breitwegerich zu erkennen. 

Die Menschen, die am Antoniusfeuer erkrankt waren litten an einer Vergiftung durch Mutterkorn verseuchtes Mehl. Die Ursache der Krankheit wurde erst im 18. Jahrhundert allgemein bekannt. Dennoch scheinen die Antonitermönche schon früher geahnt zu haben, dass das Antoniusfeuer im Zusammenhang mit den Essgewohnheiten stand. Die Kranken erhielten mit Aufnahme ins Spital sozusagen eine Diät, deren Grundlage gutes Brot, Schweinefleisch und Antoniuswein war.

Durch diese gesündere Verpflegung mit Brot, hergestellt aus nicht dem Mutterkorn verunreinigten Mehl, sorgten die Mönche, ob bewusst oder eher zufällig dafür, dass die Kranken kein weiteres Gift mit ihrem Essen zu sich nahmen. 

In diesem Zusammenhang fällt auf, dass dem Eisenkraut sowohl im 'Gart der Gesundheit' als auch im 'Macer Floridus' eine entgiftende Wirkung zugeschrieben wurde:

"ysern kruts safft mit win gedrucken benymt die vergifft in dem menschen"
(Johann Wonnecke von Cube, Hortus sanitatis Germanice, erschienen bei Peter Schöffer (Mainz 1485) Kap. CCCCXII [Reprint 1966, (München-Allach 1966)]).

"und trinkt man es mit Wein, so widersetzt es sich sämtlichen Giften"
(Johannes Gottfried Mayer, Konrad Goehl (Hrsg.), Höhepunkte der Klostermedizin: der 'Macer Floridus' und das Herbarium des Vitus Auslasser - Erweiterte Reprintausgabe der Originalausgabe von 1832 ab Seite 28 (Leipzig 2001) 105-106).

Auch der deutsche Name Eisenkraut macht seine Bedeutung in der damaligen Zeit deutlich. Eisenkraut macht "hart -  wie Eisen" - also widerstandsfähig gegen schlechte Einflüsse.

Darüber hinaus ist sowohl im 'Gart der Gesundheit' als auch im 'Macer Floridus' zu lesen, dass das Eisenkraut als Medizin für Todkranke benutzt wurden: 

"vnd hilfet auch also gedrucken den sychenden"
(Johann Wonnecke von Cube, Hortus sanitatis Germanice, erschienen bei Peter Schöffer (Mainz 1485) Kap. CCCCXII [Reprint 1966, (München-Allach 1966)]).

"Hälst du das Kraut in deiner Hand und fragst einen Kranken:
"Sprich, Bruder, wie geht´s dir?" und der Kranke sagt: "Gut!", so
wird er leben; sagt er indessen: "Schlecht!", so besteht keine Hoff-
nung mehr auf Rettung."
(Johannes Gottfried Mayer, Konrad Goehl (Hrsg.), Höhepunkte der Klostermedizin: der 'Macer Floridus' und das Herbarium des Vitus Auslasser - Erweiterte Reprintausgabe der Originalausgabe von 1832 ab Seite 28 (Leipzig 2001) 105-106).

Genau dieser Umstand könnte die Darstellung des Eisenkrautes auf den Tafeln des Isenheimer Altars motiviert haben. Betrachtet man nun das Besuchsbild, fällt auf, dass Meister Mathis das Eisenkraut nicht in der rechten Gruppe der Heilpflanzen, sondern zwischen Spitz- und Breitwegerich gemalt hat. Also zwischen den Pflanzen, die das 1992 wiedergefundenen Rezept des Antoniusbalsams enthält. In diesem Rezept sind ca. zwanzig Bestandteile aufgeführt. Das Eisenkraut und die übrigen Heilkräuter des Besuchsbildes finden sich nicht in dieser Liste.

Die Enttäuschung darüber mag groß gewesen sein, war man doch immer davon ausgegangen, in den Heilpflanzen zu Füßen der beiden Heiligen die Bestandteile der Antonitermedizin zu sehen.

Einige Autoren haben daraufhin gemutmaßt, die nicht in dem Rezept aufgeführten Heilpflanzen des Altares müssten   - wenn sie nicht im Antoniusbalsam enthalten sind - dann wohl die Bestandteile des Antoniusweines sein. Das ist sehr unwahrscheinlich, oblag die Rezeptur der Antonitermedizin doch der Geheimhaltung.

Meister Mathis wird hier kaum eine vollständige Liste der Bestandteile dieser doch geheimen Medizin dargestellt haben, weder eine des Antoniusbalsam - wie belegt -  noch  eine solche des Antoniusweines.

So bleibt die Frage, warum Meister Mathis das Eisenkraut auf der linken Seite, zwischen den beiden Wegerichen platziert hat. Gibt es einen Grund dafür, muss man eine Bedeutung dahinter suchen, oder handelt es sich einfach nur um eine zufällige Darstellung.

Es ist durchaus möglich, dass es sich beim Eisenkraut auch um einen herausragenden Bestandteil der Antonitermedizin handelt. Vielleicht steht Spitzwegerich und Breitwegerich stellvertretend für den Antoniusbalsam und Eisenkraut stellvertretend für eine andere Medizin der Antoniter, etwa den Antoniuswein. Das gehört sicherlich in den Bereich der Spekulation, aber es ist zumindest denkbar, dass Meister Mathis hier einen Hinweis auf die hochgeschätzte Medizin der Antoniter gegeben und sie so gewürdigt hat, ohne dabei zu viel zu verraten. 

Eisenkraut in den mittelalterlichen Quellen

Bevor hier die Texte der mittelalterlichen Abhandlungen im Wortlaut des jeweiligen Originales wiedergegeben werden, sei darauf hingewiesen, dass die hier vorgestellten Ausführungen zu den Pflanzen nicht dazu geeignet sind, Krankheiten selbst zu behandeln. In dem  Buch "Höhepunkte der Klostermedizin - der 'Macer floridus'" weisen die Autoren und Übersetzer auf das nicht geringe Risiko eines solchen Tuns hin.

"Um etwaigen gefährlichen Missverständnissen vorzubeugen, sei folgendes vorweg gesagt: Dies ist kein medizinisches Hausbuch für den modernen Menschen, dieses Buch ist nicht als Anleitung zur Selbstmedikation zu gebrauchen. Zwar handelt es sich bei dem "Macer floridus" um das erfolgreichste Werk  der Epoche der Klostermedizin, und es spricht auch manches dafür, dass dieses Lehrgedicht zur Selbsthilfe innerhalb und außerhalb des Klosters herangezogen wurde. Aber hier werden keineswegs nur mild wirkende Arzneipflanzen behandelt, die man bedenkenlos auch in der Drogerie vertreiben könnte, sondern es werden ebenso "echte Hämmer" herangezogen, Pflanzen, die schweren Schaden oder gar den Tod bringen können, auf die man - lange vor der Zeit der chemischen Pharmazie - aber nicht verzichten wollte oder konnte. Hinzu kommt, dass nach heutigem Wissen viele der Rezepte und Ratschläge kurios bis dubios erscheinen, ganz abgesehen davon, dass wir heute von einem Großteil der hier empfohlenen Anwendungen keine Erfahrungswerte besitzen."
(Johannes Gottfried Mayer, Konrad Goehl (Hrsg.), Höhepunkte der Klostermedizin - der 'Macer floridus' und das Herbarium des Vitus Auslasser, Erweiterte Reprintauflage der Originalausgabe von 1832 ab Seite 28, Seite V).

Diese Bedenken lassen sich auf alle mittelalterlichen Kräuter- und Medizinempfehlungen übertragen und gelten selbstverständlich für alle in diesem Zusammenhang behandelten Pflanzen.

Den heutigen Kenntnisstand über die Wirkung der klassischen Heilkräuter gibt beispielsweise das 'Handbuch der Klostermedizin' wieder. Auch entsprechende Websites geben hilfreiche Auskunft . Sehr schnell werden Gemeinsamkeiten, aber auch deutliche Unterschiede zur mittelalterlichen Verwendung der Kräuter deutlich.

Der 'Gart der Gesundheit' 

Eine der wichtigsten Quellen über die Verwendung ist der "Gart der Gesundheit". 

Verbena ysern krut    Cap • ccccxij •

Verbena uel berbena uel sacra herba latine • greece gerebotanu
vel peristerion • arabice albea • Der meister Diascorides in
dem capitel gerebotanum id est verbena beschribet vns vnd
spricht daz der sy zweyerhand • Eyns wechset kromp • das aneer flecht
Das erste nennet pitagoras zů latin Centrum galli und die wechset
kromp • Die ander nēnet man zů latin gallanacia oder verbena • disse

  

beyde kruter haben bletter die syn wyßsar vnd synt gekerffet glich dē
coriander bletter vnd haben eynē stam eins armß lang vn ein lange
wurtzel die ist dünne • Galienus in dem achtem Bůch genāt simple
ciu  farmacoru  in dem capittel peristerion • id est verbena spricht das
die sy drückener natuer vnd ist fast gůt genutzt zu süchten oder flies-
senden wunden oder zů alten schaden Diascorides spricht das die
wurtzel sy gůt mit win gedrucket vor die gel suchte • vnd hilfet auch
also gedrucken dem sychenden • ysern krut gestoßen vnd als eyn
plaster geleyt vff die wunden heylet vnd drücket sie zu handt •
ysern kruts safft mit win gedrucken benymt die vergifft in dem
menschen
• Die bletter vnd wurtzel geleyt in win vn den gedruc=
ken benymt tercianā • Item der bletter ein quintin in win gethā
vnd den also laßen stan vier tage vnd darnach in dem mude ge
halten heylet die geswere dar yn • Diß krut gesotten in waßer vn in
eyner wirtschafft die geste da mit begoßen macht sie frolich vnd wole
gemůt • Welcher tercianā hette der neme disser bletter dry und dry
wurtzeln vnd laß die stan in win vber nacht vnd trinck den an dem
anfang des febres es vergeet im zu handt • vnd der quartanā het der
neme vier bletter vnd vier wurtzeln • Platearius welcher diß krut
by ym dreyt vn kumpt zu einē siechen vn fraget ym wie es ym gang
antwort er wole so geneset er antwort er aber vbel so stirbet er • Diß
findet man auch geschrieben in dem Passtonario      Der meister Pau
lus spricht das ysern krut gesotten mit waßer vn daz genutzt reyni=
get den frauwen yr můter und brengt yn mestruu  • Den samen
mit fenchil safft gemischt vnd das gelaißen in die augen reyniget sie
vnd macht ein clar gesicht     Plinius spricht das die beyde verbena
als die krom vnd die flecht haben alle ein natuer • Auch spricht er das
verbena zu viel dingen gůt sy vnd sunderlichē gůt zů der lebern • vn
zu dem erhaben oder zurswollen myltz vnd ist auch gůte der siechen
lungen     ysern krut vnd wurtzeln gestoßen vnd da von gedrucken
verdrybet den stein vnd diß ist an vil menschen bewert worden
ysern krut vß der erden gebrochen so die sonne ist ym widder mit
benonyen korner vmb hangen vnd also an den hals gehengt ist ver
dryben die fallend sucht spricht Albertus magnus de virtutibus her
baru     Albertus spricht auch so man das vorgeschrieben krut ist le=  
gen in ein duphuß da sint vil duben sich sammelen •

   

Der 'Macer floridus' 

Als zweiter Text soll die Abhandlung wiedergegeben werden, wie sie sich im sogenannten 'Macer floridus' findet. Hier zunächst der originale lateinische Wortlaut:

 

LVIII.  Verbena.

 

Verbenam lerobotanum Peristereonque

1860

Appellant Graeci; species haec fertur habere
Binas, effectus est idem pene duabus.
Cum vino iuvat ictericos, si saepe bibatur;
Pestiferos morsus curat superaddita trita
Cum vino (renovanda quidem per quatuor ista

1865

Est medicina dies); oris bene vulnera purgat
Illius succus tepidus si volvitur ore,
Hoc quoque facta recens herbae decoctio praestat,

Hac etiam quaevis putredo repellitur oris,

Si tepefacta diu volvatur fauce sonora. 

1870

Glutinat herba recens vulnus superaddita trita,
Occurrit cunctis cum vino sumpta venenis.
Quae furit alternis febris accedendo diebus
Pellitur hac, tribus assumptis radicibus eius
Cum totidem foliis potetur aqua resoluta  

1875

Ista prius, patiens quam frigus sentiat ullum;
Hocque modo febribus quartanis illa medetur,
Bis binis foliis cum tot radicibus haustis.
Illius in vino si sit decoctio facta,
Convivas hilares inter convivia sparsa

   

 

   

 

                      Macer Florius.

1880

Reddere narratur, ut iam praescripta buglossa.
Hanc herbam gestando manu si quaeris ab aegro:
Dic, frater, quid agis ? bene si responderit aeger,
Vivet, si vero male, spes est nulla salutis.
Ex hac compositam quidam iussere coronam

1885

Apponi capiti causa quacunque dolenti,
Sic dicunt illam celerem conferre medelam.
Plinius affirmat, hauc omnibus esse salubrem
Visceribus, lateris morbis, iecorisque querelis,
Pectoris et vitiis, et praecipue medicari

1890

Pulmonum causis hanc asserit ille pthisique.
Parotidas reprimit adipi commixta vetusto.
Herbam cui nomen foliis de mille dedere
Betonicamque pari Verbenae pondere iungre,
Haec mixta pontentur aqua, nullum medicamen

1895

Utilius credunt illis, quos calculus angit.
Non modicum laudare Magos hanc asserit herbam
Plinius, hanc cunctis dicunt obsistere morbis,
Et quod quisque petet hac impetrare peructum:
Sic et amicitias captari posse potentum

1900

Et pelli febres et plurima talia fingunt,
Quae, quamvis natura potens concedere posset,
Vana tamen nobis et anilia iure videntur.

   

Konrad Goehl und Johannes Gottfried Mayer übersetzen den Text folgendermaßen:

58. Verbena, das Eisenkraut

Die Verbéne wird von den / Griechen Hierobótanum und Peri-
sterion genannt. Sie soll zwei Arten haben; die bringen aber beide
gleiche Wirkung.
Mit Wein oftmals getrunken, nützt die Verbene den Gelbsüchti-
gen; sie heilt, mit Wein gestampft und aufgelegt, verderbliche Bisse;

1860

doch jeden vierten Tag / muß dies Pflaster erneuert werden. Wälzt
man den lauen Saft im Munde, reinigt und heilt er Wunden in der
Mundhöhle; und gleiche Wirkung tut die frische Abkochung des
Krautes, denn auch durch sie wird jegliche Eiterfäule im Munde
vertrieben, wenn man sie lange lau im Schlund bewegt und dazu

1865

singt (gemeint ist also: wenn man gurgelt). / Legt man das Kraut
gestampft auf eine frische Wunde, verklebt und leimt es diese; und
trinkt man es mit Wein, so widersetzt es sich sämtlichen Giften.
Ein Fieber, das an abwechselnden Tagen wächst und stärker wütet,
ein Wechselfieber also, wird vertrieben, wenn man drei Wurzeln
dieser Pflanze nimmt und sie mit ebenso viel Blättern in Wasser

1870

auflöst und dann der Leidende dies Wasser trinkt, / bevor er noch
den Schüttelfrost verspürt. Auf gleiche Weise heilt man auch das
Viertagsfieber, wenn man zweimal zwei Blätter mit ebenso viel
Wurzeln ansetzt. 
Kocht man das Kraut in Wein und wird die Abkochung beim
Festmahl unter die Gäste ausgesprengt, soll sie allesamt heiteren

1875

Sinnes machen, / nicht anders als die oben genannte Buglóssa, die
Ochsenzunge.

1880

Hälst du das Kraut in deiner Hand und fragst einen Kranken:
"Sprich, Bruder, wie geht´s dir?" und der Kranke sagt: "Gut!", so
wird er leben; sagt er indessen: "Schlecht!", so besteht keine Hoff-
nung mehr auf Rettung.
Manche Autoren und Gewährsleute geben die Anordnung, aus der

Verbene einen Kranz zu flechten / und diesen auf das Haupt des
Leidenden zu setzen, ungeachtet, welche Krankheit ihn quält; so, 
sagen sie, bringet das Kraut schnelle Heilung.
Plinius versichert, Verbene sei heilsam für alle Eingeweide, für 
Seiten- oder Rippenfellschmerzen, Beschwerden der Leber und Leiden

1885

der Brust; und vorzüglich, bestätigt er, heile sie / Lungenkrankheiten
und Schwindsucht. Mit altem Schmalz gemischt, hilft sie bei 
Mumps.
Mischt man das Kraut, welches den Namen von seinen tausend
Blättern hat (gemeint ist Achilléa millefólium, die Schafgarbe) sowie
Betónica, die Heilbatunge, in gleichem Verhältnis mit Verbene ins

1890

Wasser und trinkt dieses, so gibt es angeblich kein / nützlicheres
Heilmittel für die Steinleidenden.
Plinius versichert, daß alle Zauberer dies Kraut (er meint Verbene)
über die Maßen loben und das sie sagen, es leiste sämtliche Krank-
heiten Widerstand, und jeglicher könne erlangen, was er wünsche, 
wenn er sich damit salbe; ferner erdichten sie, es könne ebenso

1895

Freundschaften mit den Mächtigen bewirken / und Fieber vertrei-
ben, und was dergleichen Dinge mehr sind. Uns freilich scheinen
Darstellungen dieser Art, - obgleich die mächtige Natur, wenn sie es
will, auch solcherlei gewähren kann, - nur leere Sprüche und Alt-
weibergeschichten zu sein; und diesen Standpunkt haben wir gewiß
mit Recht.

1900

   

Das 'Kreutterbuch' des Hieronymus Bock

Folgen wir nun den Ausführungen des Hieronymus Bock in seinem 'Kreutterbuch' aus dem Jahre 1577:

 

Von Verbena / Eisen=
kraut. Cap. lxix.

 

Das kraut Verbena ist ein gemein gewaechsz /
würt allenthalben funden / in Doerffern / hinder den zeünē / an dē maw=
ren vnd auff den Kirchhoeffen / sonderlich an den vngebawten oerten / würt
etwañ einer Elen hoch mit vilen neben duennen reißlein / einē baeumlein 

gleich

   

Namen vnd Würkung I Theil.

77

gleich. Die wurtzel zasecht / nicht sehr lang /
der stengel duenn vnnd vierecket / die bletter
zerspalten / mit dreien vnderscheiden / auff
der einen seitten der bletter weißfarb / ein je=
des blat anzuesehē als ein hanen kamp. Da
rumb er etlich Cristam Gallinaceam nen=
nen. Die stengel tragen sehr kleine purpur
weisse leibfarbe bluemlein an den gypffeln /
werden selten iij oder iiij blůmlein zů einē
mal an den stengeln gesehen / so bald die auß
fallen / gehn die naechsten knoefflein oben
an den außgefallenen herfuer. Der Samen
würt lang / als des Roten Wegerichs. Diß
gewaechs so es gruen ist reucht so zimlich
wol / am geschmack bitter.

 

Das ander Verbena mit dem Gaelen

2.

bluemlein / dz die Teutschen fuer das Weib=
lein haltē / ist proben im xxxij cap. vnder dē
Senffen beschriben / als es dann auch ein
Senff geschlecht ist / mit gestalt vnnd ge=
schmack.

 

Das Verbena supinā Diosco. ken=
ne ich nit eygentlich. Es waechßt aber ein
kraut an dē feuchten wasserechtē stettē / als
auff den graeben vñ an dē pfuetzen / gemein=
lich ein jeder stock mit einem braunen run=
den stengel / von O' zasechten wurtzel / etwañ
anderthalb Elen lang / würt der selbig ein=

3.

tzig stengel / mit gewerben od' gleychē. Des
bletter seind dem vordrigē Verbene mit dē
kerffen etwas gleich / dann ein jedes braun
blatt ist vnderscheidē / vnd inn drei theil zer=

Fotzen Igel.

schnitten / wie am Eisenkraut. Das gewaechß tregt im Augstmonat schwartz gaele runde /
ungestirnte vnnd doch gefuellte blůmen / wie das Duerzwurtz. Ein jede blům aber ist inn
ein gruen rundes raedlein gefetzt / anzůsehen als ein Aug / mit braunē augbrawen / das auß
einem gruenē gestirnten raedlein leuchtet. Der samen fleügt dahien / wie an d' Creutzwurtz /
eines vbelen geruchs / vnnd hencket sich an die Kleider mit zweien spitzlein.

Tempus.

Von den Namen.

Der namen Verbena ist gemein / dz ihn die Weiber wissen / dann sie mit dem
kraut auch narrheit treibē / in jren Verbenis / od' Wurtzwueschen. Die vrsach
ist vast derē / so solche Teuffelische aberglauben in der Christenheit soltē weh=

 

rē / so seind sie die erstē. So heisset nu Verbena bei vns Eisenkraut / Eiserich /

Verbena.

darum dz man dz Eisen damit hertē thůt. Darumb nit vnbillich Agricola Feria in Dio
sco. ferrariā zulesen vermeinet. Sonst heißt gemeinlich Herba sacra / Sagminalis / Hie=
ropotane / Verbenaca / Peristerion. Diosc. lib. iiij. cap. lviij. gibt ihm noch vil mehr
namen / vnnd spricht / man nennets auch Bunion / Philotrodotem / Junonis / lachry=
mam / Mustele sanguinem / Mercurij sanguinem / Cristam gallinaceam / Trixalim /

 

Gruperam / Feriam oder Ferrariam / Pemsempte. Plinius nennets Blattariam /
hermol. Barbarus nennets Columbarem / Luciniam / Lustraginem / Militariam /

Blattaria.

Petonomon / Panchromon / Verminacam. Im Pandectario heißt es Centrum

Centrum  Galli.

Galli.

 

Das an=

 

   

von der Kreutter Vnderscheid /

 

Das ander / so auff den wasserechten oertern wachßt / hab ich nie zů Teutsch hoeren
nennen / moecht wol hanen kamp heissen / vmb der zerkerfften bletter willen / dieweil sie
wie der hanen kreiden oder kaemp gestalt sein. Sonst neñet mans Fotzen Igel. Ist es nu 
Verbenaca supina / so ist es auch sacra herba genant / deßgleichen Peristerion / Erige=
nion / Chamelycon / Sideritin / Curitin / Persephonion / Jouis colus / Dichromom / Cal=
lefis / Hipparissos / Demetrias / Erysceptrum / herba Cincinalis / Vertipedium / Milita
ria / Crista gallinacea / Pemphtenphtham. Inn Apul. cap. lxvj  Orthos / Trigonon /
Thiophenges / Perasdacryon / Hema gales / Hema hermu / Zimicum / Matricalis / Her
culania / Azirgozol. Item cap. iij. Apu. nennets Diosatim pecorobon collectis / Ariste=
ron / Camelicon / Phersephonion.

 

Von der Krafft vnd Würckung.

 

Das Kraut Verbena / würt noch heütiges tags mehr zů der Zauberey / dann zů der
Arzney gesamlet vnnd auffgehaben / mag aber inn leib vnnd ausserhalb genom=
men werden.

 

Innerlich. 

Verstopffte Le=

Die newen Kreutter meister geben dem Eisenkraut zů / das es nuetzlich sey beinahe

ber / Miltz.

zů allen Innerlichen presten / als zů der verstoppften Lebern / Miltz vnnd Nieren /

Nieren.

inn Wein gesotten vnnd gedruncken.

 

Das wasser von Eisenkraut gebrant / soll gleiche Würckung haben / die verschlosse

Gaelsucht.

ne Leber vnnd Lungen roerlein zů eroeffnen / die Gaelsucht auß zůteiben / das Gifft zůuer=

Gifft.

jagen / vnnd schier alle tugent / wie droben vom Gamander gemelt ist.

Harn / Stein.

Seud Eisenkrautbletter mit weissem Wein / drinck denselben / er treibet den ver=

 

standenen Harn vnd Stein.

Fallendsiechtag.

Inn wasser gekocht vnnd gedruncken / ist gůt denen so mit dem Fallenden Siechtagē

Aussatz.

beladen / oder newlich mit dem Aussatz seind verunreiniget worden.

Drittaegig vnnd

Dioscorides sagt man gebe das dritte gleich oder knoepffle mit seinen anhangenden

viertaegig Feber.

blettern wider das drittaegig  Feber / vnd das vierdte gleich / wider das viertaegige Feber.

 

Eisenkraut wurtzel zimlicher massen gestossen vñ  in wasser gesottē / die brue fuenff tag

Leibwehe / Stein.

nach einander gedrunckē ist treffenlich gůt wider dz leibwehe. Mit honig gedrunckē ist gůt

Podagra / huefft=

wider den Stein. In wein gesotten vnd getruncken / ist den Podagrischen vnnd denen so

wehe.

mit dem Hue ftwehe beladen gůt.

 

Eüsserlich.

Wildfewer.

Eisenkraut mit Eßig zerstossen vnnd auff das Wildfewr gelegt / stillet vnd leschet
den Brandt.
 

Wunden hefftē.

Eisenkraut mit honig od´butter vermengt vñ auffgelegt / hefftet die wundē zůsa=

Schmerzen vnnd

men. Das kraut mit altem schweinē schmalz zerstossen vnnd vbergelegt / benimmet den

geschwulst an

schmerzen / vnd legt nider die geschwulst den Weibern an heimlichen enden.

heimlichen orten.

Verbena wasser soll ein Experiment sein fuer das grausam Hauptwehe / an die stirnē

hauptwehe.

vnd Schlaeff gestrichen. Ein nützlich wasser fuer das Essem im mund / deßgleichen zů

Mundwehe.

aller versehrung der heimlichen glyder / fuer Feigwarzen vnd dergleichen / darmit geseu=

Feigwarzen.

bert vnnd gewaeschen. 
Das ander Eisenkraut mit den Gaelen Senffbluemlein / ist vnder den Senffkreut=
tern beschriben.

Schlangen ver=

Das dritt / dz wir hanē kamp teutschen / hat die Würckug vñ krafft / Schlangen vnd

treiben.

andere gewuerm zůuertreibē / aller massen wie von der Duerzwurz Conyza gemelt ist wor

Alte schaeden.

den. Mag auch zů alten Schaeden (die da staets vmb sich fressen) genützt werden.

 

Eisenkraut wurtzel gesotten vnnd die brue ein zeitlang im mund behalten / lindere

Zanwehe.

das Zanwehe vnnd stercket die Zaen.

 

 Von

 

Das 'Contrafayt Kreuterbuch' des Otto Brunfels

Abschließend seien die Ausführungen des Otto Brunfels aus seinem 'Contrafayt Kreuterbuch' angeführt.

 

 

Kreüterbůch

XLVII

Ißenkraut

A

Von dem Nammen.

 

Kein kraut ist / das bey den Roemeren in
grosszerem ansehen vnd herrlicheyt sey gesein / dann dißes Ißenkraut / etwan ge
nant Hierobotane / das ist / ein heyligtes kraut. Die Heydnischē priester / haben
dißes kraut on vnderlaß in tempel bewaret / damit ires Gottes / Jupiters altar
gereyniget. Vnd so die Roemer ire Legation haben woellen auß schicken gegen
iren feyndten / haben sye dißes kraut von der priesterschafft geforderet / vnd Ißen
kraut bey ynen gehebt / vermeynendt / sye solten dester meher glücks haben / vnd
von irer widerpart zů růwkummen / was sye vor begerten. Ire Schwatzkünstler
schreiben also daruon / das es krafft habe / den boeßen feyndt zů zwingen / vnd zů
allen zaubereyen dyenstlich. Welches auch Vergilius bezeüget. Item wer sich
mit Ißenkraut safft bestreicht / dem moeg nyemants abholdt sein / man můssz yn
lieb haben. Es moege ym auch kein feber schaden / vnd beyläuffig kein kranckheyt
sey / dar zů Ißenkraut nicht dyenstlich. Weiter / so man das gasthauß damit be=
sprenget / so sollen die gest alle froelich daruon werden / vnd keynesthyers gifft da
gelasszen. Wer ein gůts kreütlin für die würt / vnd die vnfridsamen eeleuüd / wo
ym also wer. Vn deren gleichen vil stempeneyen / vn aberglaeubische fabelen hab
en sye mt dißem kraut vßgericht. Darzů vil gethan ir glaub vnd zůuersicht.
wie dann in allem dingen / vnd ich das für die vrsach hab / das wir heüt der glei=

 

chen nit koennen / noch wisszen. Vrsach: Wir halten nicht daruff / wie ich dann in
dem kraut Betonica auch angeregt habe. Es würt auch darumb Ißenkraut ge
nennet / darumb / das mit dißem kraut das ißen hertter / wie der stahell. Vnd
Peristereon / das ist / vff teütsch Daubenkraut / darumb / das es die Dauben
lieb haben / vnd auch etliche andere geflügel. 

B

Wie vor zeiten diszes kraut gegrab=
en / vnd gesamlet. 

 

Es haben aber genante Roemische  vnd Kryechische magi / nit yede Ver=
bena angenommen / hat auch nit ein yede die krafft gehabt / sonder ward zum jar
ein mal gegraben / vmb den vffgang des haupsternes / mit der warnemung /
das in der selbigen Stund / weder Sonn noch Mon gesehen wurde. Man hatt
auch züuor das erdtrich besprengē muesszen mit whab / vnd honig / vnd ymen vff
geopfert. Darnach macht der Zauberer ein Circkel darub mit einem schwerdt / 
vnd ynnerthalb des selbigen kreyß / grůbe er das kraut mit der lincken handt / 
vnd hůbe es entpor. Darnach so trücknet er es in dem schatten / yedes in sonder=
heyt / blaetter / stengel / vnd wurtzel. 

 

Statt seines gewächsz.

 

Es wechßet zwar allenthalben / vnd naemlich an den ebenen felden / die feücht
seind / vnd ist am anfang feyßt / vnd so es den Brachmonat vnd Augst erzeych=
et / verwechßt es seicht / vnd würt ye zaerter vnd maegerer.

 

Gestalt vnd geschlecht.

 

Ich můssz bye meinen eygenen yrrthůmb anzeygen. dann in dem Latinischen 

 

   

XLVII

Contrafayt

C

Herbario hab ich dißes krauts zweyerley geschlecht angezeyt / maennlichs vnd
weiblichs / vnd ist aber / wie ich bericht werde / nit das recht weiblin / sonder Goldt
blůme / oder Grindtkraut genant / wiewol mir doch solchs von einem glaubhafft
igen hocherfarnen Doctor anzeygt ward / welchem ich gefolgt / vnd also für das
weiblin dargeben habe. Aber in der warheit so seind maennlin vnd weiblin ein=
ander gar gleich / allein das eins hymmelblaw / das andere gelbe bluemlin hatt /
seind so nahe bey einander / das auch erlich ( wie Plinius spricht) desszen gar kein
en vnderscheydt geben woellen / vnd auch gleiche kraefft beyden zů geschriben.
Ißenkraut wechßt etlichs eines arms lang. Sein stengel ist auch fyereckecht /
dynn. Die blaetter stond von einander ye zweyer finger breyt / grobheit halb nit
vngleich den Eychbaeumen blaettern / doch schmaeler / vnd kleyner / graw faerbig /
seind auch gekerbet gleich den Coriander blaettern . Die wurtzel lang vnd dynn.

 

Complexion.

 

Sein Complexion vnd natürliche krafft ist zůtrücknen / vnd zůheylen.

 

Artzeneyen.

 

 

 

Die blaetter von dißem kraut / sampt frischen reynbergem schmalz / oder
mit roßen oele / über ein wunden gelegt / heylet sye.
Genante blaetter genetzet in esszig / vnd über sanct Anthonius fewer gelegt / 
kuelet es.

Ißenkraut würt für ein sonderlich kleynot geachtet bey den Wundärtzen / zů
allen wunden / sye seyen frisch / oder faule / zů allen geschwaeren /  kroepff / vnd verhert
eten aderen.I

D

Ißenkraut wasszer getruncken / morgens vnd abendts / yedes mal vff iij. oder
iiij.lot / thůt vff die verstopffte leber / treibet die würm / reyniget die nyeren / zer=
malmet den stein / leget das krymmen / heylet innwendige geschwaere. Ist gůt für
vergiffte
/ dreytaegig feber / engbrüstigkeyt / lungen geschwaere / schwindsucht / ma=
gen weethumb / hauptwee / geelsucht / blůtharn. Vnd sol gebraucht werdē nach
gelegenheyt der kranckheyt / allen tag zwüret / oder ein mal / wie das die beschey=
enheyt des Artzts wol soll wisszen.
Ausszerthalb des leibs mag man solichs auch brauchē / für zan wee im mundt
genommen / die wunden vnd schaeden darmit geweschen / geschwulst mit tuechlin
darin genetzt / vnd darüber geschlagen / fisteln / daryn getropfft / vnd geweschen.
Albertus spricht / wann man das kraut in ein Taubhauß lege / so samlen sich
die Tauben.
Die wurtzel puluerizyert / vnd getruncken / vertreibet den steyn.
Der som von dißen kraut / mit fenchel safft vermischt / vnd in die augen ge=
than / reyniget sye / des gleichen sein distillyert wasszer.
Das kraut sampt der wurtzeln / gesotten vnd getruncken / bringet den fraw=
en iren blůmen.
Macer spricht ( ich halt es aber für ein fantasey ) so yemant das kraut bey ym
truege / vnd kaeme zů einem syechen / vnd fragte yn / wie es ym gyengte. Antwurt
er / wol / so soll es dem syechen auch wol ergeen. Antwurt er / übel / so würt er
sterben. 
Ein decoction von dißem kraut / vnd den mundt darmit geschwenckt / heylet
die feüle / oder das Esszen genat im mundt.
Dißer wurtzel drey / mit dreyen blaettlinen in wasszer gesotten / vnd getrun=

   

Kreüterbůch

XLIX

cken / vordē wee / vertreibet das dreitaegig feber / vnd dißer wurtzelē.iiij. mit fyer 
blaettlin / das soll das fyertaegig feber vertreiben.
Dißes krauts wnrtzel [sic!] am hals getragen / on vn8laß [sic!] / ist gůt für die Orklam.
Welchē ein rosender hund gebissen hat / dem soll man dißes kraut in die wund
legen / vnd darzů weyssen koernlin / vnd die selbig darin lassen das es feücht werde.
Darnach das selbig einer hennen dar werffen / ysset sye es / so ist der syech geneßen / 
vnd würt jm nicht schadē / isset sye es nit / so leg ein ander gerstē korn in die wund
das es auch die feüchigkeyt ynsupffe / vnnd würff es der hennen darnach für / bitz
so lang das sye es ysset.
Von dißem kraut soll man wasser brenen / puluer / syrup / vnd decoction mach
en. Vnd nympt mich grossz wunder / das die aertzet sein so gar kleinen brauch ha=
ben gegen die anderen kreüteren zů rechnē / seitmal diß kraut von den Altē so heylig
vnd kostlich genent vnd geacht / darzů solcher hoher krefften. 

A

Literaturhinweise

Die Quellenschriften sind greifbar:
Hieronymus Bock, Kreutterbuch, 1577, gedruckt zu Straßburg,
Otto Brunfels, Contrafayt Kreutterbuch, 1532 gedruckt zu Straßburg,
Johann Wonnecke von Cube, Hortus sanitatis Germanice, erschienen bei Peter Schöffer 1485 in Mainz, Reprint 1966, (München-Allach 1966).
Der "Macer floridus" ist in Deutscher Übesetzung herausgegeben worden von:

Konrad Goehl und Johannes Gottfried Mayer  (Hrsg.), Höhepunkte der Klostermedizin: der 'Macer floridus' und das Herbarium des Vitus Auslasser. - Erweiterte Reprintauflage der Originalausgabe von 1832 ab Seite 28 (Leipzig 2001).
Weiterführende Informationen bieten:

Brigitte Hoppe, Das Kräuterbuch des Hieronymus Bock, Wissenschaftshistorische Untersuchung (Stuttgart 1969),
Henning Haeupler, Thomas Muer, Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (Stuttgart 2000),
P. H. List und L. Hörhammer (begonnen von W. Kern †, hrsg. in Gemeinschaft H. J. Roth und W. Schmidt) Hangers Handbuch (Berlin, Heidelberg, New York 1977) Band 6, 422.

Anmerkungen

1) Vgl.: Henning Haeupler, Thomas Muer, Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands, herausgegeben vom Bund für Naturschutz (Stuttgart 2000) 403.

2) Vgl.: Hangers Handbuch, begonnen von W. Kern †, herausgegeben in Gemeinschaft mit H. J. Roth und W. Schmidt von P. H List und L. Hörhammer (Berlin, Heidelberg, New York 1977) Band 6, 422.

3) Vgl.: Pierre Bachoffner, Bemerkung zur Therapie des Antoniusfeuers, Antoniterforum 4/1996 (München 1996) 84.

4) Vgl.: Elisabeth Clémentz, Vom Balsam der Antoniter, in Antoniterforum 2/1994 (München 1994) 13-21.

5) Vgl.: Wolfgang Kühn, Grünewalds Isenheimer Altar als Darstellung mittelalterlicher Heilkräuter, in Kosmos: Handweiser für Naturfreunde, Heft 12, Dezember 1948, 44. Jahrgang, S. 331.

6) Vgl.: Dr. Johannes Gottfried Mayer, Dr. med. Bernhard Uehlke, Pater Kilian Saum OSB, Verlag Zabert Sandmann GmbH, München 2003.

7) Vgl.: http://www.klostermedizin.de.

8) Johann Wonnecke von Cube, "Gart der Gesundheit", Hortus sanitatis Germanice, erschienen bei Peter Schöffer (Mainz 1485).

9) Johannes Gottfried Mayer, Höhepunkte der Klostermedizin der 'Macer floridus' und das Herbarium des Vitus Auslasser - Erweiterte Reprintauflage der Originalausgabe von 1832 herausgegeben von Konrad Goehl, ab Seite 28.

10) Hieronymus Bock, "Kreütterbuch", (Straßburg 1577).

11) Otto Brunfels, Contrafayt Kreuterbuch (Straßburg 1532).

Dr. Jörg Sieger, Mannheimer Str. 54, 76131 Karlsruhe,
Tel.: +49 (0721) 82105171, E-Mail: kontakt@joerg-sieger.de.