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Aschermittwochsgottesdienst mit Erstkommunionkindern am 9. Februar 2005 in der Pfarrkirche St. Paul.

Lied: Kleines Senfkorn Nr. 054 Beiheft zum Gotteslob für das Erzbistum Freiburg, Strophe 1, 4,5

Begrüßung

Erklärung zur "Urne" (Sieger)
Wir haben vor dem Altar eine leere Urne stehen. Wenn ein Mensch sich nach seinem Tod verbrennen lässt, bleibt nicht mehr übrig, als ein bisschen Asche (Staub). Dazu soll mit den Kindern ein Gespräch geführt werden. Dabei geht es um den Satz: "Gedenke Mensch, dass du Staub bist und zu Staub zurückkehren wirst."

Schuldbekenntnis

 Kyrie

 Gebet

Wie schön, dass du da bist
Vater im Himmel, großer Gott,
es ist schön, daß du da bist.

Ich sehe die Wolken und die Sonne.
Ich sehe den Mond und die Sterne,
ich sehe den großen Himmel über mir.
Das hast du alles gemacht.

Aber es ist wunderbar,
daß du auch an uns denkst.
Wir sind so klein gegen deine Bäume
und so winzig gegen deine Berge.
Und es ist wunderbar,
daß du nicht nur die großen Leute siehst,
die berühmten,
die, von denen alle reden.
Sondern auch mich.

Ich bin klein gegen die großen Leute.
Aber du hast mich in deiner Hand.
Du willst mich groß machen und stark,
so daß ich vieles allein tun kann.

Nur du bist dann immer noch
größer als ich.
Du weißt, was ich nicht weiß.
Du kannst, was ich nicht kann.
Dir gehöre ich,
auch wenn ich groß bin.

Vater im Himmel, großer Gott,
es ist schön, dass du so groß bist.
Nach Psalm 8 Heid und Jörg Zink, Gebete für Kinder

Lesung: Gen 2,4b-25 4b Zur Zeit, als Gott, der Herr, Erde und Himmel machte, 5 gab es auf der Erde noch keine Feldsträucher und wuchsen noch keine Feldpflanzen; denn Gott, der Herr, hatte es auf die Erde noch nicht regnen lassen, und es gab noch keinen Menschen, der den Ackerboden bestellte; 6 aber Feuchtigkeit stieg aus der Erde auf und tränkte die ganze Fläche des Ackerbodens. 7 Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen. 8 Dann legte Gott, der Herr, in Eden, im Osten, einen Garten an und setzte dorthin den Menschen, den er geformt hatte.

Gedanken:
Die Ascheausteilung wird von den Worten begleitet: Gedenke Mensch, dass du Staub bist und zu Staub zurückkehren wirst Der Mensch wurde aus Ackerboden geformt und wird auch wieder zu Staub zerfallen. Wenn wir so darüber nachdenken, ist das ganz schön gruselig und traurig. Aus und vorbei- Staub, Asche! Eine Urne voll, mehr nicht, ein ganz kleines bisschen Staub! Aber so ist es ja zum Glück nicht ganz:

Aus dem ersten Buch der Bibel:
"Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen." (Gen 2,7)
Zu diesem Bibelzitat formuliert Michael Zielonka in seinen unkonventionellen Meditationen:
Da behauptet die Bibel doch tatsächlich,
der Mensch bestünde aus Erde und Hauch.
Gott habe einen Erdklumpen angehaucht...
Was für ein uninformierter,
primitiver Blödsinn!...
Ja, der Mensch ist ein Erdklumpen,
ein angehauchter Erdklumpen.
Oh, es gibt so schöne davon!
Süße Erdklumpen, so süß,
daß sie einfach einmal
angehaucht worden sein müssen.
Erdklumpen wie Gottesbeweise!
(Michael Zielonka)

Und auch Psalm 8 sagt: 5 Was ist der Mensch, daß du an ihn denkst, des Menschen Kind, daß du dich seiner annimmst? 6 Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.

Wir haben eben eine moderne, kindgerechte Fassung von Psalm 8 als Gebet gehört. Dieser Psalm ist ein Lobpreis von Gottes Schöpfung. Gott hat die Welt erschaffen und er hat auch uns erschaffen, als sein Abbild wie es im anderen Schöpfungsbericht heißt. Daher wird er uns auch nie vergessen und nie aufhören, sich um uns zu kümmern.
Wenn wir jetzt das Aschenkreuz empfangen so ist auch wichtig, dass es ein Kreuz ist. Ein Kreuz ist nicht nur das Zeichen für Jesu Tod, sondern auch für seine Auferstehung. So wie es in einem Lied heißt: Geheimnis des Glaubens im Tod ist das Leben. So wie Jesus am 3. Tage von den Toden auferstanden ist, so nimmt er auch uns, alle Menschen, die wir lieben und alle, die schon gestorben sind zu sich auf. Wir leben bei Gott jetzt und in Ewigkeit. Deshalb ist dieser Gedanke, dass wir aus Erde, aus Staub gemacht worden sind und das unser Körper auch wieder zu Erde zerfällt, gar nicht so schlimm. Denn es ist Gottes Staub und der bleiben wir immer!

Ascheausteilung

 Fürbitten 

Vater unser

 Segen

 Schlusslied alternativ GL Nr. 300 Solang es Menschen gibt auf Erden Str. 1,3,4 oder GL 183 1,3,4,5

(Marieluise Gallinat-Schneider)

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